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Geschrieben von: Supervisor
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Donnerstag, den 02. September 2010 um 07:12 Uhr |
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Am „Fasendmendig“ und „Fasenddienstig“ finden morgens um 11.00 Uhr in den beiden Gasthäusern „Zum Aiple“ und „Raben“ die traditionellen „Elfimessen statt. Beide Lokale ändern während der Fasnachtszeit ihre Namen. Während der „Aipel-Franz“ „Liung-Tschang“ genannt wird, heißt der „Raben“ „Kraiewirt“. In beiden Elfimessen erlebt man Haslacher Fasenthumor in seiner urwüchsigsten Form. Sicherlich haben auch die Elfimessen wie so manch andere Fasentbräuche einen Wandel durchgemacht, geblieben sind die beiden „Elfimeßbeizen“ und auch die Elfimessen selbst. Wer allerdings eine Narrenversammlung mit Programm und Büttenreden erwartet, der ist hier falsch am Platz; denn beides kennt man in der Regel nicht in einer Haslacher Elfimeß. Wer sich allerdings für den Besuch einer solchen Elfimeß entscheidet, der sollte schon einige Stunden zuvor beim „Kraiewirt“ oder beim „Liung-Tschang“ sein, denn beide Lokalitäten sind recht schnell bis auf den letzten Platz besetzt. Schlägt schließlich die Haslacher Kirchturmuhr die elfte Stunde, dann zieht von der Narrenhochburg Gasthaus „Kanone“ her der Narrenrat mit Narrenkapelle und Narrenbolezei zur Elfimeßbeize, am „Fasentmendig“ also zum „Kraiewirt“ und am „Fasentdienstig“ zum „Liung-Tschang“. 
Kaum haben der Narrenrat und die Narrenkapelle – letztere unter der Stabsführung von Günther Stöhr – Platz genommen, da beginnt sich auch schon das närrische Karussell zu drehen. Nun geht es Schlag auf Schlag, schnell fliegen die satirischen Pfeile in Rede und Gegenrede kreuz und quer durch die brechend vollen Elfimeßbeizen, da bleibt kein Auge trocken. Man muß schon mit den Haslacher Begebenheiten und den damit verbundenen Personen ein wenig vertraut sein, um den zum Teil recht heftigen Rededuellen folgen zu können. Wird es einmal zu bunt in dem Elfimeßlokal, dann versucht der Narrenbüttel – seit Jahren in bewährter Art von Bruno Oehler dargestellt – mit seiner „Schelle“ die aufgebrachten Wogen zu glätten. Überhaupt liegt die Regie einer Haslacher Elfimeß in den Händen des Narrenbüttels, der Narrenrat aber steht ihm in besonders schweren Minuten helfend zur Seite. Gar mancher Mitbürger muß in einer Elfimeß „Federn“ lassen, egal ob Pfarrer, Bürgermeister, Gemeinderat oder Lehrer. Kinder aber fehlen in der Regel bei einer Elfimeß, sie dürfen lediglich von außen ihre Nasen an die Fensterscheibe drücken und so versuchen, wenigstens etwas von der närrischen Stimmung mitzubekommen. 
So vergehen die Stunden einer Elfimeß wie im Fluge, wird sie doch in bewährter Weise durch die Narrenkapelle mit schmissigen Rhythmen aufgelockert.  
Naht das Ende einer Elfimeß, dann kommt der ganz große Auftritt von Günther Stöhr und seinen Mannen, denn in Haslach gibt es keine Elfimeß ohne das traditionsreiche „Komm Karlinchen komm….“ eine Liedrarität aus Alt-Haslach.

Mit der Wirtschaftsfasent, an der verschiedene Gruppierungen und das närrische Volk durch die Beizen der Innenstadt ziehen, geht der „Fasentmendig“ seinem Ende entgegen. Am „Fasentdienstig“ findet nach der Elfimeß nachmittags nochmals ein Umzug der Fasentwagen und verschiedenen Gruppen statt. Im Anschluss daran veranstaltet die Narrenzunft einen großen Kindernachmittag in der Stadthalle mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm für Haslachs Narrensamen. Anschließend gibt es für die kostümierten Kinder und Jugendlichen die von der Narrenzunft gestifteten Wurst mit Wecken.
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 03. November 2010 um 11:56 Uhr |